Löwenzahnhonig selbst machen

Streicht ihr morgens auch gerne was Süßes auf's Brot? Also, ich schon, und deshalb freue ich mich jetzt schon auf meine Beeren-Ernte, um mein Marmeladen-Regal wieder aufzufüllen. Auch Honig steht auf meinem Speiseplan - aber Löwenzahnhonig mache ich dieses Jahr zum ersten Mal.

Eigentlich ist es auch gar kein Honig, sondern ein Sirup. Da dieser aber in Farbe und Geschmack normalem Bienenhonig sehr ähnelt, wird er eben oft einfach auch als Honig bezeichnet. Außerdem werden dafür nur die gelben Blütenblätter verwendet, weswegen es korrektweise eigentlich sogar Löwenzahnblüten-Honig heißen müsste - aber bleiben wir bei der Kurzversion... Für Veganer ist Löwenzahnhonig überdies ein toller Honig-Ersatz - und sowohl günstig als auch kinderleicht herzustellen noch dazu!

Löwenzahnhonig - so wird er gemacht


  • Man sammelt zunächst jede Menge Löwenzahnblüten (ca. 250 g), am besten nicht direkt an einer Straße und nicht auf Wiesen, auf denen Hunde regelmäßig Gassi gehen ;-) Die beste Zeit, um die Blüten zu sammeln ist überdies die Mittagszeit an einem sonnigen Tag, die Blüten sind dann voll geöffnet und lassen sich leichter verarbeiten, außerdem schmecken sie dann am aromatischsten.

  • Von den Blüten brauchen wir nur die gelben Blütenblätter.

  • Hinzu geben wir den Saft einer halben Zitrone - wer sicher ist, dass es sich um eine ungespritzte Zitrone handelt, kann die Zitrone auch einfach in Stücke schneiden und mit den Blütenblättern zusammen in einen Topf geben.

  • Einen Liter Wasser hinzugeben und das Ganze erhitzen und gute 5 Minuten kochen lassen. Den Topf beiseite stellen, Deckel auflegen und über Nacht ziehen lassen.

  • Am nächsten Tag den Sud durch ein feines Sieb abseihen.

  • Zucker oder Kandis im Verhältnis 1:1 zugeben und verrühren. Bei weißem Kandis bleibt der Löwenzahnhonig hellgelb, bei braunem Kandis wird er etwas dunkler und erinnert mehr an Waldhonig - dafür erhält man hier aber ein wenig karamelliger Nuancen.

  • Den gezuckerten Sud einmal kurz aufkochen (dabei löst sich der Kandis auch auf) und dann auf kleiner Flamme einreduzieren, bis der Sud eine honigähnliche, leicht fließende Konsistenz angenommen hat. Zwischendurch immer wieder eine Probe erkalten lassen, da der Sirup im heißen Zustand dünnflüssiger ist.

  • Heiß abfüllen in Schraubgläser und bis zum Erkalten ruhen lassen.

Und, wie schmeckt der Löwenzahnblütenhonig?

Wie gesagt, es war ja mein erster Löwenzahnhonig und deshalb war ich schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Der Geschmack erinnert aufgrund seiner Süße tatsächlich an Honig - und sowohl die goldgelbe Farbe als auch die Konsistenz des Sirups tragen dazu bei, dass man den Löwenzahn-Sirup seinen Gästen getrost als "Löwenzahn-Honig" servieren kann.

Das Bouquet der Blüte wird gut eingefangen und gibt ein interessantes Aroma her, welches sich aber dennoch etwas von normalem Honig unterscheidet. Alles in allem eine schöne Ergänzung auf dem Frühstückstisch, die meinen geliebten Bienenhonig aber sicher nicht ganz verdrängen wird 😉.




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