Welcher Komposter ist der Richtige?

Komposter aus Holz
© Antranias / Pixabay.com
Im letzten Post habe ich ja bereits erklärt, was alles kompostiert werden kann - und was eben nicht. Und auch die Grundlagen zum Aufbau eines Komposthaufens habe ich angesprochen.

Aber eine Sache möchte ich heute extra behandeln: Die Wahl des richtigen Komposters!



Der Kostenlose


Zweifelsfrei geht es tatsächlich auch ganz ohne "Kompostiergerät", indem man das zu kompostierende Gut einfach in einer Ecke des Gartens - ähnlich einem Misthaufen - aufschichtet. Das spart natürlich die Anschaffungskosten, hat aber auch entscheidende Nachteile:
  • Das Kompostgut verteilt sich eher in die Breite - und braucht so sehr viel mehr Platz. Außerdem sieht es irgendwie immer unaufgeräumt aus.
  • Das Kompostgut wird nicht gut übereinandergestapelt, was dazu führen kann, dass eine ordentliche Heißrotte nicht stattfinden kann.
  • Gegen übermässige Nässe (Regen) kann man so einen Komposthaufen nur schwer schützen, da eine Abdeckung schwierig wird.
  • Kleintiere (vor allem Nager) werden von keiner Barriere abgehalten, sich an dem reich gedeckten Tisch zu bedienen.


Der Preisgünstige


Steckkomposter Holz Kompostsilo
Bausatz 100x100x70cm
Steck-Komposter aus Holz sind schon für um die 20 € zu haben. Ihr Vorteil ist - neben der günstigen Anschaffung -, dass durch den Lattenabstand genug Luft an das Kompostgut herankommt. Eine optimale Durchlüftung ist damit also gewährleistet.

So schön und natürlich ein Holzkomposter wirkt, er hat seine Nachteile:

  • Gerade in den Randbereichen findet oft nicht genug Hitzeentwicklung statt und so kann eventuell keine ordnungsgemäße Heißrotte anlaufen kann. Zur Zersetzung von Unkräutern ist diese aber dringend notwendig.
  • Wer sich dennoch für einen Steck-Komposter entscheidet, wird nicht umhin kommen, den Kompost mehrfach umzusetzten bzw. umzuschichten, damit auch die äußeren Lagen ins Haufeninnere gelangen.
  • Auch bei diesem Komposter-Modell können sich Nagetiere einfinden, da es keine Barrieren zu überwinden gibt.
  • Ohne Abdeckung kann der Kompost bei Regen zu nass werden und bei langer Trockenheit auch zu schnell austrocknen. In diesem Fall hilft allerdings manuelles Wässern.
  • Holz verrottet mit der Zeit und muss bereits nach wenigen Jahren ersetzt werden.


Der Eiserne


Brista Komposter
80x80x70 cm
Komposter aus meist feuerverzinktem Streck-Metall verhalten sich ähnlich wie Holz-Komposter, was die Zuführung von Luft angeht.

Der entscheidende Vorteil im direkten Vergleich ist jedoch, dass sich Ungeziefer durch das enge Gittergewebe nicht so leicht Zutritt zum Kompostgut verschaffen kann. Schon deshalb sollte man beim Kauf unbedingt auf ein möglichst enges Gittergewebe achten.

Und: Komposter aus Metall halten deutlich länger als solche aus Holz, damit sind die Anschaffungskosten von um die 60 € durchaus gerechtfertigt.

Allerdings gilt auch hier:
  • Die Randbereiche bleiben die kritischen Bereiche eines solch "offenen" Komposters.
  • Bei Regen kann das Kompostgut vernässen, bei Trockenheit austrocknen.


Der Schnelle


Juwel 20171 Komposter
Aeroplus 6000
Thermokomposter werden in der Regel aus Kunststoff hergestellt und sind oft einer Ummantelung ausgerüstet, die wärmedämmend wirken soll. Diese sorgt dafür, dass Wärme besser gespeichert wird und sogar an kalten Tagen der Verrottungsprozess noch optimal ablaufen kann. Außerdem verhindert die Wärmedämmung, dass die Randbereiche des Kompostgutes zu kalt werden. Eine Heißrotte ist somit im ganzen Komposter gegeben.

Durch die optimale Wärmeverteilung kann der fertige Kompost aus einem Thermokomposter tatsächlich bis zu 3 Monate früher entnommen werden als im Steck-Komposter aus Holz.

Viele Modelle verfügen zudem über diverse Klappen - vor allem im unteren Bereich -, durch die bereits fertiger Kompost entnommen werden kann, wenn obenauf noch frisches Material liegt.

Bei der Anschaffung sollte man sich nicht alleine am Preis orientieren, aber für einen guten Thermokomposter muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen als für ein Holz-Stecksystem. Mit 60 € aufwärts sollte man rechnen, Luxusmodelle kosten auch leicht über 100 €. Allerdings können Thermokomposter jahrelang verwendet werden, und so rechnen sich die höheren Anschaffungskosten schon nach wenigen Gebrauchszyklen.

Neudorf 775 Thermokomposter
530 L DuoTherm
Nachteilig ist jedoch, dass ein Thermokomposter eben aus Plastik hergestellt wird und somit eigentlich dem nachhaltigen Gedanken eines umweltfreundlichen Gärtnerns im Weg steht. Gewiss, so ein Thermokomposter verrottet nicht und hält viele, viele Jahre - wenn er aber doch einmal entsorgt werden muss, fällt ganz schön viel Müll an. Man kann aber bei der Anschaffung bereits darauf achten, dass man ein Modell wählt, das aus recyceltem Kunststoff gefertigt wurde, z. B. dieser Thermokomposter des Herstellers Neudorff.




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