Waldmeister - lecker als Bowle und als Gelee!

Was man nicht so alles entdeckt, wenn der Frühling erwacht. In einer unscheinbaren Ecke, an einem Mauerstreifen unter einer Kletterhortensie, habe ich ein ganzes Feld Waldmeister gesichtet.


Die Freude war groß, denn ich LIEBE Waldmeister.

Da ich immer noch im Kopf habe, dass man Waldmeister VOR der Blüte ernten soll (obwohl das nicht ganz so stimmt, wie ich jetzt recherchiert habe, dazu gleich mehr unter Infos zum Waldmeister), hab ich mir direkt eine Schüssel und eine Schere geholt und fleissig abgeschnitten.

Waldmeister-ErnteZum Glück hatte ich noch eine angebrochene, zu gut zwei Dritteln gefüllte Flasche Weißwein im Kühlschrank stehen. Also: Schnipp, schnapp, Waldmeister ab und ab damit in die Flasche.

Das Ganze habe ich für etwa 4 Tage einfach stehen gelassen und mir in der Zwischenzeit überlegt, was ich damit mache. Für eine Waldmeister-Bowle war es mir fast zu schade. Ich wollte länger etwas davon haben als einen beschwingten Abend lang.

Schließlich habe ich es einfach mit einem Waldmeister-Gelee probiert. 2:1-Gelierzucker habe ich immer standardmäßig im Haus, um zum Beispiel Obstreste spontan zu verarbeiten.

Und was soll ich euch sagen: Das Waldmeister-Gelee ist eine Wucht. Es schmeckt super intensiv nach dem köstlichen Kraut - aber es ist nicht so grün geworden, wie man bei Waldmeister vielleicht denken könnte. Da fragt man sich schon, wie viele (künstliche) Farbstoffe man sonst mit Waldmeister-Produkten aufnimmt... grusel.

Waldmeister in Wein eingelegt Waldmeister-Gelee

Infos zum Waldmeister


Waldmeister (Galium odoratum) gehört zur Gattung der Labkrautgewächse. Je nach Standort und Wetterlage variiert die Blütezeit von Mai bis Juni. Bevorzugt findet man Waldmeister in lichten Laubwäldern, unter Bäumen und Büschen, auf nährstoffreichen Lehmböden.

Wer Waldmeister in seinem Garten anbauen will, sollte eine Ecke wählen, die ansonsten ungenutzt ist und auch in Zukunft nicht anderweitig gebraucht wird. Waldmeister bildet nämlich Wurzelausläufer und breitet sich so stark aus. Sicherlich sind die Forstämter nicht sehr begeistert, wenn nun jeder in den Wald rennt und sich dort Waldmeister absticht, also besser ordnungsgemäß kaufen (zum Beispiel bei Amazonhttp://www.amazon.de/gp/product/B00VGT3KJM/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00VGT3KJM&linkCode=as2&tag=campingchecke-21&linkId=TK3YSGZVNRPGTM4L) oder bei Bekannten ein paar Ableger mitnehmen.





Aromagebende Substanz im Waldmeister ist das Cumarin - das ist ein Stoff, der in der Pflanzenwelt häufig vorkommt, u. a. in Zimt oder auch der Tonka-Bohne. Mit der Waldmeister-Blüte steigt der Gehalt an Cumarin in der Pflanze - was den typischen Waldmeistergeschmack zwar einerseits ausmacht, andererseits aber in hohen Dosen giftig wirkt und zum Beispiel Kopfschmerzen verursachen kann. Deshalb sollte man tatsächlich den Waldmeister für eine Bowle vor der Blüte ernten, weil man hier eben viel Waldmeister und dessen Wirkstoffe zu sich nimmt.

Für andere Verwendungsarten ist es aber durchaus auch möglich, den Waldmeister während der Blüte zu ernten.

Was macht Ihr mit dem köstlichen Kraut. Bowle, auch Gelee - oder etwas völlig anderes? Freue mich auf eure Kommentare :-)



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